Zweckorientierter agiler Video-Marketing-Workflow
Der «Zweckorientierte agile Video-Marketing-Workflow» ist ein strukturierter, kollaborativer Prozess, der den missionsgetriebenen Zweck eines Unternehmens mit kundenorientierten Erkenntnissen, funktionsübergreifender Teamarbeit und schneller, datengestützter Videoproduktion integriert. Er legt Wert auf Agilität, Technologie und vereinfachte Entscheidungsfindung, um effizient wirkungsvolle Videoinhalte zu erstellen, während Ressourcen und Risiken gemanagt werden. Der Workflow stellt sicher, dass Marketingteams und Videoproduzenten kundenorientierte Videos liefern, die bei Zielgruppen Anklang finden, messbare Ziele erreichen und sich im Laufe der Zeit anpassen.
Der Name leitet sich von «The Ultimate Marketing Machine» (HBR, 2014) von Marc de Swaan Arons, Frank van den Driest und Keith Weed ab – er hebt «zweckorientiertes Marketing» (Missionsausrichtung), «Agilität und Geschwindigkeit» (schnelle Umsetzung) und Video als Schlüsselwerkzeug hervor. «Workflow» spiegelt das umsetzbare, schrittweise Design für die Videoproduktion wider. Harvard Business Review

Warum diese Strategie nutzen?
Ausrichtung auf den Zweck
Stellt sicher, dass Videos die Kernmission des Unternehmens widerspiegeln und Authentizität sowie Vertrauen bei den Zielgruppen aufbauen.
Kundenfokus
Nutzt Daten, um die richtigen Zuschauer mit Inhalten anzusprechen, die sie interessieren, und steigert so das Engagement.
Effizienz
Kombiniert Agilität und optimierte Entscheidungen, um hochwertige Videos schnell zu liefern und Zeit sowie Ressourcen zu optimieren.
Zusammenarbeit
Integriert Marketing-, Produktions- und andere Teams für ein kohärentes Ergebnis, das breitere Ziele unterstützt.
Anpassungsfähigkeit
Nutzt Tests, Feedback und Risikoplanung, um Inhalte relevant und widerstandsfähig in einem sich schnell verändernden Markt zu halten.
Skalierbarkeit
Verlässt sich auf Technologie und gewonnene Erkenntnisse, um Prozesse zu optimieren, sodass sie wiederholbar und mit der Zeit verbesserbar sind.
Für wen ist es gedacht?
Für Unternehmen, die Wert auf Zweck legen (zur Differenzierung), Geschwindigkeit benötigen (um wettbewerbsfähig zu bleiben) und auf Video setzen (zur Bindung). Es ist weniger geeignet für langsam agierende Branchen oder solche ohne klare Mission oder digitalen Fokus, eignet sich aber hervorragend für dynamische, zielgruppenorientierte Organisationen.
Konsumgüterunternehmen
Marken mit einer starken Mission – wie Nachhaltigkeit – können Videos erstellen, die ihre Werte stärken und emotional mit Kunden verbinden.
Tech-Startups
Schnell wachsende Unternehmen mit begrenzten Ressourcen können schnell smarte Videos produzieren, um mit Marktveränderungen Schritt zu halten.
E-Commerce-Unternehmen
Online-Händler können kundenorientierte Videos erstellen, um Produkte zu präsentieren und Verkäufe effektiv zu steigern.
Digital ausgerichtete Konsummarken
Unternehmen, die stark in sozialen Medien präsent sind – wie Mode oder Fitness – können schnelle, plattformgerechte Videos erstellen, um relevant zu bleiben.
Größere Unternehmen mit mehreren Teams
Große Organisationen können Marketing-, Vertriebs- und andere Teams abstimmen, um konsistente, wirkungsvolle Videoinhalte zu schaffen.
Kreativagenturen
Agenturen können maßgeschneiderte, effiziente Videos für verschiedene Kunden liefern und Kreativität mit Strategie ausbalancieren.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Auf den Zweck ausrichten
- Ziel: Den Zweck des Videos im Einklang mit der Unternehmensmission festlegen.
- Marketing-Team:
- Mission und Ziele teilen (z. B. „Nachhaltigkeit mit diesem Video fördern“).
- Gewünschtes Ergebnis definieren (z. B. „Markenbekanntheit steigern“).
- Videoproduzent:
- Klärende Fragen stellen (z. B. „Was ist die Kernbotschaft?“).
- Eine Zweckformulierung entwerfen (z. B. „Nachhaltige Entscheidungen inspirieren“).
- Zusammen: Den Zweck als leitenden Fokus festlegen.
- Zeit: 1-2 Stunden (Kickoff-Meeting).
- Werkzeuge: Kundenbriefing, Missionserklärung, Zoom.
Schritt 2: Das Publikum verstehen
- Ziel: Zielgruppe und deren Bedürfnisse identifizieren.
- Marketing-Team:
- Audienzdaten bereitstellen (z. B. „Junge, umweltbewusste Zuschauer“).
- Wichtige Verhaltensweisen notieren (z. B. „Sie bevorzugen kurze Inhalte“).
- Videoproduzent:
- Daten prüfen und Details erfragen (z. B. „Was motiviert sie?“).
- Eine Zuschauer-Persona erstellen (z. B. „Umweltfreundlicher junger Erwachsener“).
- Zusammen: Persona und Zielbedürfnisse bestätigen.
- Zeit: 2-4 Stunden.
- Werkzeuge: Analytik, Social-Media-Einblicke, Kundenforschung.
Schritt 3: Funktionsübergreifende Beiträge sammeln
- Ziel: Das Video mit breiteren Unternehmenszielen abstimmen.
- Marketing-Team:
- Eingaben von anderen Teams einholen (z. B. „Vertrieb möchte ein Hauptmerkmal zeigen“).
- An den Produzenten weitergeben.
- Videoproduzent:
- Vorschlagen, wie Eingaben integriert werden (z. B. „Ich hebe dieses Merkmal hervor“).
- Bedenken äußern (z. B. „Verändert das den Ton?“).
- Zusammen: Wesentliche Elemente festlegen.
- Zeit: 1-3 Stunden (Meeting oder E-Mails).
- Werkzeuge: Slack, Projektboards, Teamnotizen.
Schritt 4: Schnell brainstormen und konzipieren
- Ziel: Schnell eine grobe Videoidee entwickeln.
- Marketing-Team:
- Kreative Richtung vorgeben (z. B. „Mach es lebhaft“).
- Eine kurze Frist setzen (z. B. „Konzept bis morgen“).
- Videoproduzent:
- Ein Storyboard oder eine Gliederung entwerfen (z. B. „30-Sekunden-Kundengeschichte“).
- Zur Rückmeldung teilen.
- Zusammen: Das Konzept in einer Runde verfeinern.
- Zeit: 4-6 Stunden.
- Werkzeuge: Skizzierwerkzeuge, Google Docs, Papier.
Schritt 5: Mit Daten, Technik und Ressourcen planen
- Ziel: Das Video mit Daten und Technik gestalten, unter Berücksichtigung des Budgets.
- Marketing-Team:
- Vergangene Videodaten teilen (z. B. „Kurze Clips funktionieren am besten“).
- Plattformen und Budgetgrenzen definieren (z. B. „Maximal 5.000 €“).
- Videoproduzent:
- Anhand der Daten anpassen (z. B. „15-Sekunden-Schnitt“).
- Kosteneffiziente Technik vorschlagen (z. B. „Stockmaterial statt Dreh“).
- Zusammen: Format, Ansatz und Ressourcenplan festlegen.
- Zeit: 2-3 Stunden.
- Werkzeuge: Analysen, Bearbeitungssoftware, Budgettabelle.
Schritt 6: Das Team zusammenstellen
- Ziel: Ein schlankes, fähiges Team innerhalb des Budgets aufbauen.
- Marketing-Team:
- Bedürfnisse skizzieren (z. B. „Skript und Visuals“) und Ressourcen (z. B. „Unser Editor“).
- Teamgröße und Kosten genehmigen.
- Videoproduzent:
- Rollen zuweisen (z. B. „Ich leite, sie drehen“).
- Lücken notieren (z. B. „Brauchen wir einen Freelancer?“).
- Zusammen: Das Team finalisieren, kosteneffizient halten.
- Zeit: 1-2 Stunden.
- Werkzeuge: E-Mail, Kontakte, Budget-Tracker.
Schritt 7: Ein Testvideo produzieren
- Ziel: Einen Rohschnitt zum Testen erstellen.
- Marketing-Team:
- Testpublikum auswählen (z. B. „Social-Media-Follower“).
- Erste Metriken festlegen (z. B. „Hälfte soll es zu Ende sehen“).
- Videoproduzent:
- Eine schnelle Version drehen und schneiden (z. B. „15-Sekunden-Teaser“).
- Zum Testen liefern.
- Zusammen: Überprüfen und für Tests freigeben.
- Zeit: 1-2 Tage.
- Werkzeuge: Kamera, einfache Bearbeitungssoftware, Dateifreigabe.
Schritt 8: Testen, verfeinern und Risiken mindern
- Ziel: Das Video verbessern und Rückschläge planen.
- Marketing-Team:
- Das Video testen (z. B. „Online posten, Aufrufe verfolgen“).
- Feedback teilen (z. B. „Kunde will es schneller“).
- Videoproduzent:
- Ergebnisse analysieren (z. B. „Langsamen Teil kürzen“).
- Notfallpläne erstellen (z. B. „Ersatzdreh, falls abgelehnt“).
- Zusammen: Änderungen und Risikoplan festlegen (z. B. „Extra Bearbeitungszeit bei Bedarf“).
- Zeit: 1-2 Tage (Testen + Verfeinern).
- Werkzeuge: Soziale Plattformen, Feedbackformulare, Bearbeitungstools.
Schritt 9: Das Video finalisieren
- Ziel: Das endgültige Video reibungslos produzieren.
- Marketing-Team:
- Konzept genehmigen (z. B. „Gut – nur Tempo anpassen“).
- Feedback schnell halten (eine Runde).
- Videoproduzent:
- Den finalen Schnitt drehen und bearbeiten (z. B. „60 Sekunden, poliert“).
- Änderungen anwenden und abschließen.
- Zusammen: Die endgültige Version abzeichnen.
- Zeit: 2-5 Tage.
- Werkzeuge: Profi-Ausrüstung, Bearbeitungssoftware, Branding-Richtlinien.
Schritt 10: Starten, messen und iterieren
- Ziel: Liefern, bewerten und basierend auf Ergebnissen verbessern.
- Marketing-Team:
- Das Video starten (z. B. „Auf Social Media, Website posten“).
- KPIs verfolgen (z. B. „10 % Engagement, 5.000 Aufrufe“).
- Videoproduzent:
- Dateien in allen Formaten bereitstellen (z. B. „MP4, vertikal“).
- Verbesserungen vorschlagen (z. B. „Mehr Handlungsaufforderungen nächstes Mal“).
- Zusammen: Leistung überprüfen und Iterationen planen (z. B. „Version 2 mit schnelleren Schnitten“).
- Zeit: 1-2 Stunden (Start), fortlaufende Analyse.
- Werkzeuge: Hosting-Plattformen, Analysen, E-Mail.